OPRA – Ohrprothesenankopplung

Hintergrund

Aufgrund chronisch-entzündlicher Erkrankungen im Mittelohr mit Zerstörung der schallübertragenden Gehörknöchelchen werden in Deutschland jährlich rund 25.000 Patienten operiert. Dabei wird die Schallübertragung vom Trommelfell zum Innenohr in der Regel durch eine Prothese wiederhergestellt. Revisionsoperationen, die entweder aus dem Wiederauftreten der entzündlichen Grunderkrankung oder einem Prothesenversagen heraus indiziert sind, müssen bei über 35% der Patienten durchgeführt werden. Mögliche Ursachen für das Prothesenversagen sind beispielsweise ein Abkippen unmittelbar oder mittelfristig nach dem Einsetzen, ein Abknicken durch Narbenzug, eine Penetration durch das Trommelfelltransplantat oder ein Substanzschwund der angrenzenden Ossikelstruktur.

Projektziele

Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Evaluierung eines Stabilisierungssystems für Mittelohrprothesen in der Paukenhöhle, um die Ursachen für ein Prothesenversagen zu beseitigen oder diesem präventiv entgegenzuwirken. Hierzu sollen verschiedene mikrostrukturell erstellte textile Stützstrukturen hergestellt und evaluiert werden. Die Evaluation erfolgt dabei unter chirurgisch-manipulativen und funktionellen Aspekten. Des Weiteren soll ein geeignetes Applikationsinstrument zum Einbringen, Positionieren und gegebenenfalls Befestigen der Mikrostruktur entwickelt und gefertigt werden.

Projektpartner

Förderung

Das Projekt OPRA wird gefördert durch: